CDU fordert wirtschaftlich vertretbare Lösung statt Multifunktionshalle

Die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zur Weiterführung der Planungen einer Multifunktionshalle,  nimmt die CDU Bad Soden-Salmünster zum Anlass, ihren Widerstand gegen dieses Vorhaben zu verdeutlichen. Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Schier dazu: „Wir gehen sicher davon aus, dass der genannte Kostenrahmen von 2,6 Mio. Euro bei Weitem nicht ausreichen wird, um dieses Projekt zu realisieren. Es handelt sich bei diesem Betrag um eine Vorgabe der Stadtverwaltung, die nicht auf einer exakten Kostenkalkulation beruht und außerdem viele Dinge, wie beispielsweise die Gestaltung der Außenanlage, überhaupt nicht berücksichtigt. Außerdem werden bereits jetzt zusätzliche Optionen,  die weitere Kostensteigerungen nach sich ziehen, in der Planung diskutiert. Wir wissen aus eigener leidvoller Erfahrung in unserer  Stadt, dass die Planansätze von Baumaßnahmen in aller Regel bei weitem übertroffen werden.“

Des Weiteren sei es problematisch, dass in den bisher vorgelegten Planungen neben der Multifunktionshalle noch ein Jugendraum und ein „Raum der Vereine“ in Salmünster erforderlich seien. Dies führe dazu, dass mit dem Bau einer Multifunktionshalle nicht, wie von den Befürwortern argumentiert, ein „aus drei mach eins“ erfolge, sondern es bei einem „aus drei mach drei“ bleibe. Folglich seien die aus der Reduzierung der Gebäudeanzahl errechneten Einsparungen in den Betriebskosten reines Wunschdenken.

„Städtische Vereinsvertreter haben in zahlreichen Gesprächen uns gegenüber keineswegs eine  zwingende Notwendigkeit  für einen derart großen Neubau für weit über 500 Personen gesehen“  führt Johannes Wiegelmann, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, weiter aus. „Angesichts einer Gesamt-Schuldenlast der Stadt inklusive ihrer Eigenbetriebe von rund 70 Mio. EUR können wir es uns nicht leisten, hier einen Bau zu verwirklichen, der  unsere finanziellen Möglichkeiten bei Weitem überstrapaziert“ so Wiegelmann weiter. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Christian Müller ergänzt: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass ein derartiges Bauprojekt nur mit einer massiven Erhöhung der Grundsteuer und einem weiteren erheblichen Aufbau neuer Schulden realisiert werden kann. Dies ist deshalb besonders ärgerlich, weil wir bereits heute bei der Grundsteuer B  den höchsten Hebesatz aller Bergwinkel-Kommunen  und den dritthöchsten im gesamten Main – Kinzig Kreis haben.“

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